Inhalt

Projektstand

Hier finden Sie die aktuellen Informationen zur Weiterentwicklung des Gesundheitscampus.

Positive Rückmeldung zum Konzept der EAV

Die Konzeption der Firma OBERENDER zur erweiterten ambulanten Versorgung liegt dem Sozialministerium seit einigen Wochen vor, wurde mit allen beteiligten Fachreferaten abgestimmt und stößt auf breite Zustimmung. Ferner laufen die Gespräche über eine Förderung für eine Anlaufphase durchaus positiv.

Am 22.12.2019 hat auf Einladung von Frau Dr. Vierheilig ein wichtiges Gespräch im Sozialministerium Stuttgart stattgefunden. Vorgestellt wurden die Pläne zur erweiterten ambulanten Versorgung und die solitäre Kurzzeitpflege, die auf dem Campusgelände verortet werden. Die anschließende Diskussion und das Gesprächsergebnis waren überaus positiv. Seitens des Sozialministeriums – aber auch seitens der Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigung - bestand große Offenheit unseren Planungen gegenüber. Insbesondere die AOK BW zeigt großes Interesse. Über die grundsätzliche Ausgestaltung der Vergütung und der Vertragsgrundlage muss noch weiter abgestimmt werden. 

Gesundheits- und Versorgungsamt als möglicher Akteur auf dem Campus

Der Kreistag hat ein Angebot an die Stadt Spaichingen formuliert, dass sowohl das Gesundheits- und das Versorgungsamt als auch die Einheit Bärenstark in den Gesundheitscampus integriert werden und somit auf dem bisherigen Klinikgelände eine neue Heimat finden. Für den geplanten Gesundheitscampus wäre diese Überlegung eine Bereicherung, da der Campus verschiedene Angebote aus dem Bereich ärztliche Versorgung, Pflege und gesundheitsnahe Dienstleistungen beinhalten soll. Über diesen Vorschlag wurde noch nicht final entschieden, eine Entscheidung erwartet die Kreisverwaltung bis spätestens zum Jahresende 2020 (Stand Juli 2020).

Änderungen im Konzept der Kurzzeitpflege

In Bezug auf die Konzeption der solitären Kurzzeitpflege sind voraussichtlich Änderungen vorzunehmen.
Für die Zielgruppe der Übergangspflege im Rahmen der Kurzzeitpflege hält das Sozialministerium das bisher vorgesehene ambulante Setting als Wohngemeinschaft für fachlich nicht geeignet. Stattdessen sollte der Betrieb nach Ansicht des Sozialministeriums stationär abgewickelt werden. Für diese Betriebsform muss noch ein geeigneter Betreiber gefunden werden. Hierzu gab es bereits Gespräch mit einem großen stationären Träger im Landkreis (Stand Februar 2020).

Rechtsform der Träger-/ Betreibergesellschaft

Derzeit werden die in Frage kommenden Rechtsformen für die Träger- bzw. Betreibergesellschaft für das Modellvorhaben geprüft. Die Gesellschaft soll dabei über die EAV hinaus den gesamten Gesundheitscampus verantworten und als Vertragspartner für die Beteiligten dienen. Nach den bisherigen Vorstellungen des Kreistages sollte die Gesellschaft direkt beim Landkreis selbst – und nicht bei der Klinik verankert werden.
Anfang Mai fand ein Gespräch mit den Vertreter*innen des Regierungspräsidiums statt, bei dem es um geeignete Rechtsformen des innovativen Versorgungsmodells ging. Diskutiert wurden diverse Rechtskonstrukte, welche in Frage kommen könnten, wobei sich herausstellte, dass die von OBERENDER vorgeschlagene Gründung einer GmbH am besten geeignet ist. Auch bezüglich der Genehmigung der notwendigen Bürgschaft gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bzw. Krankenkassen signalisiert das Regierungspräsidium eine klare Zustimmung (Stand Mai 2020).

Dialogprozess

In dem bürgerorientierten Dialogprozess werden, über die vom Kreistag bereits beschlossene erweiterte ambulante Versorgung/ Kurzzeitpflege hinaus, weitere Vorschläge für die Nutzungen des bisherigen Klinikareals und weitere Angebote der Gesundheitsversorgung entwickelt, die dem örtlichen Bedarf dienen. Die Ergebnisse aus dem Dialogprozess werden als Empfehlung dem Kreistag und Stadtrat präsentiert. Für die Dialoggruppe sind Akteure wie der Förderverein, Fachleute aus der Verwaltung, Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen, die Koordinierungsgruppe sowie derzeitige und zukünftige Nutzer des Gesundheitscampus vorgesehen. Ebenso wie 30 Bürger*innen aus Spaichingen und der Raumschaft, die per Zufall mit den Daten der Einwohnermeldeämter ausgewählt werden.

Für den Beteiligungsprozess sind drei Gesprächsrunden mit der Dialoggruppe vorgesehen, die jeweils im September / Oktober / November an einem Samstagvormittag in Spaichingen stattfinden.

Zur Vor- und Nachbereitung der Gesprächsrunden wurde eine Vorbereitungsgruppe eingerichtet. Diese besteht aus der Stadt Spaichingen, einr Vertreterin des Fördervereins aus Spaichingen und der Projektkoordinatorin. Die Aufgabe der Vorbereitungsgruppe umfasst die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen. Sie bringt dabei unterschiedliche Perspektiven und Informationen mit ein. Das zweite Treffen der Vorbereitungsgruppe hat bereits stattgefunden (Stand Juli 2020). 

Die Einladungen an die Zufallsbürger*innen, Expert*innen sowie Interessensvertreter*innen der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen wurden versendet (Stand Jui 2020). 

Gespräche mit der Ärzteschaft

Am 17. Februar 2020 fand eine Informationsveranstaltung mit den Ärzt*innen des nördlichen Landkreises statt. Das Büro OBERENDER stellte dabei das geplante Konzept zur Weiterentwicklung des Gesundheitscampus Spaichingen vor. Die vom Landkreis beauftragten Projektentwickler von DIOMEDES waren ebenfalls vor Ort und beantworteten Fragen zum Ablauf der Umsetzung. Rund 15 Ärzt*innen sind bei dieser ersten Informationsveranstaltung der Einladung gefolgt. In den kommenden Wochen werden die Projektentwickler mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten des nördlichen Landkreises in Kontakt treten, um deren Ideen und mögliche Formen der Zusammenarbeit in Erfahrung zu bringen.

Die Firma DIOMEDES führte in den letzten Wochen rund 25 Gespräche mit der Ärzteschaft um deren Erwartungen bezüglich des Vorhabens abzufragen und Unterstützungsmöglichkeiten auszuloten. Hauptsächlich waren es niedergelassene Allgemeinärzte/MVZ-Ärzt*innen im gesamten Landkreis. Die Idee eines novativen, vielseitigen Gesundheitscampus mit einer Erweiterten ambulanten Versorgung grundsätzlich bis auf wenige Ausnahmen positiv gesehen, da aus Sicht der Ärzt*innen großer Bedarf hierfür gesehen wird (Stand Juni 2020).

 

Sitzungen der Koordinierungsgruppe 

Im Auftrag des Kreistags wurde eine Koordinierungsgruppe als Bindeglied zwischen Projektentwicklung, Verwaltung und Politik eingerichtet. Mitglieder sind:

6 Kreisräte

6 Vertreter aus Spaichingen                                                                                                                   

CDU       Albin Ragg                         

               Bernhard Schnee                           

FW         Dr. Wolfram Debler                       

OGL       Hermann Polzer                              

SPD       Marcus Kiekbusch                         

FDP        Paul Haug

Herr BM Markus Hugger                                             

Herr Dr. Albrecht Dapp                                

Herr Leopold Grimm                                     

Frau Elke Rees                                                   

Herr Manfred Cirzel       

Herr Alexander Efinger

Die Koordinierungsgruppe begleitet den Prozess für die Weiterentwicklung des Gesundheitscampus Spaichingen und dient einem regelmäßigen Austausch von Informationen und Berichten. Sie ist gleichzeitig Plattform für Anregungen, Kritik, Diskussion und bringt auch neue Fragestellungen mit ein.

Die erste Sitzung der Koordinierungsgruppe fand am 3. Februar 2020 statt. Inhalt der Sitzung war die Vorstellung der Projektbeteiligten, der Auftrag bzw. die Aufgaben der Koordinierungsgruppe und der aktuelle Sachstandsbericht.

Ein detaillierter Projektfahrplan wird vorgestellt, sobald die rechtlichen Aspekte in Bezug auf eine neue Betriebsgesellschaft abgeklärt sind und die Struktur, in der die ärztliche Versorgung stattfinden wird, feststeht. Hierzu laufen derzeit Gespräche mit dem Regierungspräsidium Freiburg.

Aufgrund der Corona-Verordnung musste die zweiten Sitzung der Koordinierungsgruppe verschoben werden. Diese fand letztlich am 9. Juni 2020 statt. Der Schwerpunkt dieser Sitzung lag auf der Konzeptvorstellung des Dialogprozesses, welcher im September 2020 starten soll. Die Firma Translake, die den Prozess federführend begleitet, erläuterte das konkrete Konzept und die für den Dialogprozess angedachte Vorgehensweise. 

Kreistagsgremien

Der Kreistag und vorgeschaltet der Sozial- und Gesundheitsausschuss entscheiden über alle wichtigen und wesentlichen Schritte zur Umsetzung des Gesundheitscampus in Spaichingen. Die Rahmenbedingungen für diese Umsetzung ergeben sich durch die Beschlüsse des Kreistages vom 24.10.2019 und 12.12.2019, die nachfolgend vollständig wiedergegeben sind.

Beschlüsse des Kreistags:

  • Zusammenführung der stationären Versorgungsangebote am Standort Tuttlingen
  • Weiterentwicklung der Empfehlung für eine erweiterte ambulante Gesundheitsversorgung am Standort Spaichingen
  • Konzeption für eine solitäre Kurzzeitpflege am Standort Spaichingen
  • Nutzung des bisherigen Klinikareals Spaichingen soll zusammen mit der Stadt Spaichingen untersucht und entwickelt werden
  • Durchführung eines moderierten Dialogprozesses